Gegen Bulimie

Ich darf mir Nahrung gönnen. Das ist Lebensenergie.

Der Tag ist nicht verloren wenn ich etwas esse, das nicht eingeplant war.

Heute ist nicht alle Tage.

Wenn ich heute schon einmal gekotzt habe muss ich nicht aus Frust weiterfressen.

Ich muss mich nicht nach einem FA wiegen, weil es normal ist dann mehr zu wiegen.

Mehrmals am Tag wiegen ist dumm, da das Gewicht am Tag variiert.

Wenn ich frühstücke versaut das nicht den ganzen Tag und endet nicht immer in einer FA.

Wenn ich jetzt Abführmittel nehme bestrafe ich mich doppelt für mein Fressen.

Es ist in Ordnung wenn ich mal mehr und mal weniger esse. Das ist vollkommen normal.

Wenn ich mit Freunden rausgehe muss ich nicht vortäuschen schon gegessen zu haben.

Besser etwas abgeben lassen als von Futterneid her eine FA zu bekommen.

Weder Ana noch Mia sind Personen oder gar befreundet.

Ich darf auch etwas essen wo ich nicht die genaue Kalorienzahl kenn.

Weder Eis noch Schokolade noch Fastfood lässt mich direkt platzen.

Ich setze mir kleine Ziele die ich schnell erreiche und mich dadurch motiviere.

Wenn ich mal ein Ziel nicht erreicht heißt das nicht, dass das immer so sein wird.

Wenn ich einen FA bemerke dann habe ich es in der Hand ihn zu stoppen.

Ich muss die Kontrolle nicht der Sucht abgeben.

Eine Elfe oder Libelle an mir macht mich nicht perfekt.

Ich eifere keinem Model nach, da jeder Mensch einzigartig ist.

Schönheit strahlt man nicht durch Zahlen auf der Waage aus.

Es ist in Ordnung dass ich nicht perfekt bin.

Man wird mich auch akzeptieren wenn ich 10kcal mehr gegessen habe als ich wollte.

Die unsichtbare Grenze die Essen zum Fa mach kann ich erkennen und besiegen.

Wenn ich einkaufen gehe hole ich nur dinge die ich nicht vorhabe wegzuwerfen.

Wenn ich etwas esse mache ich mir klar, dass dies in meinem Magen bleiben soll.

Ich esse langsam und bewusst und schlinge nicht sinnlos ekelhafte Dinge in mich hinein.

Wenn ich mit meiner Familie essen gehe muss ich weder hungern noch mich stopfen lassen.

Es ist sinnvoll ich suche mir Hobbies anstatt dauernd ans nicht Essen zu denken.

Das Essen hinauszuzögern schafft Nährboden für Fas.

Ich darf zugeben dass ich ein Problem mit dem Essen habe und damit nicht immer klarkomme.

Es ist in Ordnung wenn ich mir Hilfe hole. Das steht auch mir zu.

Wenn ich merke dass ich es alleine nicht mehr schaffe muss ich für mich sorge tragen um jemanden um Rat fragen.

Ein Notfallkoffer kann helfen mich zu beruhigen und abzulenken.

Ich brauche keinen Druck von Außen, sondern Verständnis und Halt.

Ein Mensch mit gebrochenem Bein wird behandelt und meine gebrochene Seele hat dasselbe Recht auf fachgerechte Unterstützung.

Krank sein bedeutet nicht gleich weniger wert sein.

Ich kann meine Ziele generell erreichen, auch wenn manchmal eines nicht erreicht wird.

Die Zahl auf der Waage muss mit nicht den Tag versauen.

Man darf auch mal aufgeben und sich hängen lassen aber wieder aufstehen gehört dazu.

Es gibt viele Wege und ich werde einige Male hinfallen, bevor ich meinen gefunden habe.

Auch wenn ich tausendmal denselben Fehler mache heißt das nicht dass es beim nächsten Mal nicht schon besser laufen kann.

Ich halte alle positiven Ereignisse fest, damit ich sehen kann dass ich etwas schaffe, wenn es mir einmal schlecht geht.

Ich habe nur diesen einen Körper und muss bis zu meinem Tode darin leben, also gebe ich auf ihn Acht und pflege ihn.

Es gibt Wege Aufmerksamkeit zu erlangen ohne zu Fressen oder zu kotzen.

Im Supermarkt sieht man mir meine Störung nicht unbedingt an.

Ich bin nicht hoffnungslos verloren. Ich kann es schaffen.

Das Leben kann schön sein, wenn ich bereit bin dies zuzulassen.

 

28.5.08 19:39, kommentieren